Um die Reisevorbereitungen zu erleichtern, haben wir hier zahlreiche Informationen gesammelt, die für unsere Gäste und Freiwilligen immer wieder nützlich waren.
Viele gute Hintergrundinformationen findet man auch im (englischsprachigen) Bolivien-Reiseführer von Lonely Planet, nützlich vor allem, wenn man vor Ort unterwegs ist.
wir haben diese Informationen nach bestem Wissen aus langjährigen Erfahrungen zusammengetragen, dennoch können wir natürlich keine Gewähr für die Angaben übernehmen.
Informiert euch bei wichtigen Themen auch an anderen Stellen und nutzt stets euren gesunden Menschenverstand!
Zu unseren Hostels
Jede Altersklasse ist herzlich bei uns willkommen, ob Einzelreisender, in der Gruppe oder in der Familie. (Kinder unter fnf Jahren sind frei), ein gltiger Reisepass ist erforderlich.
Preisnachlässe
Mit der Mitgliedskarte des Deutschen Jugendherbergswerks, des Österreichischen Jugendherbergsverbands, des Österreichischen Jugendherbergswerks, der Schweizer Jugendherbergen oder eines anderen Mitgliedsverbandes von Hostelling International gibt es 10% Rabatt auf alle Übernachtungen.
HI-Mitglieder können bei vielen Gelegenheiten Preisnachlässe einfordern. Jedes Zentrum von Hostelling International Bolivia informiert gerne über teilnehmende Partner.
Alle Zentren von Hostelling International Bolivia sind das ganze Jahr geöffnet und empfangen gerne durchgehend (24h / 7 Tage die Woche) Gäste – nachts stets heftig klingeln und an die Eingangtüre klopfen.
Alle Zentren von Hostelling International Bolivia bieten für ein gutes Frühstück, siehe Preisliste vor Ort.
Bitte online nachschauen oder im jeweiligen HI-Zentrum nachfragen, ob es eine Mitglieder-Küche, Mittagessen oder das Abendessen im eigenen Restaurant gibt.
Allgemeine Informationen zu Reisen in Bolivien
Um sich in Bolivien zurechtzufinden, sollte man zumindest rudimentäre Spanisch-Kenntnisse besitzen, da nur sehr wenige Bolivianer Englisch sprechen.
Neben Spanisch werden vor allem auf dem Land auch indigene Sprachen wie Aymara und Quechua gesprochen. Wer Grußformeln auf diesen Sprachen kennt, kann sich der Sympathie der Menschen auf den Dörfern fast sicher sein.
Spannung: (leider oft sehr schwankend) 220 Volt, in La Paz sowohl 110 V als auch 220 V – alle elektronischen Geräte sollten mit Stabilisatoren vorgeschaltet sein.
Es gibt in Bolivien keine genormten Steckdosen, aber eigentlich immer passen europäische Stecker.
Bolivien wird als recht sicher betrachtet, aber bitte rechtzeitig beim jeweiligen Außenministerium zur aktuellen Lageeinschätzung informieren. Es gibt immer wieder einige sozio-politische Probleme in ziemlich isolierten Gebieten, wie im Chapare oder der Amazonas- Region an der peruanischen Grenze. Keine unserer Touren bringt euch in diese Gebiete!
Beim Verlassen der HI-Zentren kannst du deine Wertgegenstände an der Rezeption abgeben. Auf den Märkten, bei den Bus-Terminals und in engen Einkaufsgassen stets vorsichtig sein und auf Taschendiebe achten!
Vorsicht ist auch bei Kontakten mit der Polizei oder offizieller Security geboten; unbedingt den Dienstausweis verlangen und bei Problemen nur eine Lösung auf dem Revier akzeptieren. Keinesfalls mit in ein Taxi oder anderes Fahrzeug steigen!
Taxifahren ist generell ungefährlich, dennoch sollte man auch hier aufmerksam sein. Man sollte sein Taxi stets selber „aktiv“ auswählen. Verlasst es, wenn es andere Leute darin gibt, und sich unbedingt vor der Abfahrt auf den Preis einigen.
Abends sollte man nur mit lizenzierten Ruftaxen fahren. In allen unserer HI-Hostels können wir immer und zu jeder Zeit ein Taxi bestellen.
Bei Reisen in Lateinamerika, sollte man den Reisepass oder besser eine Kopie davon zu jeder Zeit bei sich tragen. Fotokopien aller wesentlicher Dokumente separat aufbewahren.
Hier außerdem die wichtigsten Visa-Regularien:
Bürger aus allen EU-Ländern (Schweiz im Schengenvertrag inbegriffen) und Israel bekommen kostenfrei ein neunzigtägiges Touristen-Visum; Dies gilt, auch wenn mal nur 30 Tage gestempelt sein sollten. Anschließend zahlt man eine zusätzliche Ausreisesteuer (am Flughafen) von 227 Bs fest und zusätzlich 20 Bs pro Tag.
Bürger aus Kanada, Australien, Neuseeland und asiatische Länder erhalten nur ein dreißigtägiges Visum.
Für alle anderen Staatsangehörigkeiten raten wir, die bolivianische Botschaft im Herkunftsland für ein Visum zu konsultieren.
Bei jeder Ausreise per Flugzeug wird eine Flughafensteuer von 25 US-Dollar erhoben (die auch in Bolivianos zum offiziellen Wechselkurs gezahlt werden kann).
Wir empfehlen dringend eine private Auslandskrankenversicherung!
Leitungswasser sollte nicht getrunken werden. Entweder Wasser abkochen (mindestens drei Minuten kochend) oder Mineral-/Tafelwasser kaufen (2l für ca. 4 Bs).
(Zum Zähneputzen kann man Leitungswasser verwenden.)
Man sollte vor allem in der ersten Zeit auf das Essen von Straßenküchen verzichten.
La Paz, Potosí und der Altiplano / Titicaca-See / Salar de Uyuni liegen zwischen 3500 m und 4500 m hoch. Deshalb empfiehlt es sich, sich erst einmal ein oder zwei Tage lang nach der Ankunft zu akklimatisieren. Vermeide Anstrengungen, ruhe dich viel aus, vermeide Alkohol und nimm viel Flüssigkeit zu dir, z.B. mit dem natürlichen Coca-Tee („mate de coca“).
Bei Unwohlsein durch die Höhe helfen zudem die sog. „Soroiji“-Pillen, die es in jeder Apotheke zu kaufen gibt (eine Mischung Aspirin/Coca im Verhältnis 50:50).
Malaria-Prophylaxe wird für eine typische (Rucksack-)Touristen-Reise nicht benötigt.
Dengue (ähnlich verlaufend wie die Grippe) ist nach Mückenstichen nur im subtropischen Tiefland relevant und tritt auch dort nur in der Regenzeit auf.
Die Landeswährung ist der Boliviano (Abkürzung: „Bs“). Seit einigen Jahren wir dieser von der Zentralbank stabil gehalten (rund 7 Bs für 1 US-Dollar).
Vor allem für Bus- und Taxifahrten sollte man immer ausreichend Kleingeld mitführen, da es für größere Scheine oft kein Wechselgeld gibt.
Oft heißt es, man habe kein Wechselgeld. Bloß nicht den Betrag deshalb direkt aufrunden!
Wenn man darauf beharrt, dass man keinen kleineren Schein hat und es einem Leid tut, taucht doch noch oft irgendwo etwas Wechselgeld auf.
Die Serviceleistungen in den HI-Zentren, in Hotels, Restaurants und größeren Geschäften können in der Regel auch in US-Dollar bezahlt werden. Bei den Banken oder „Casa de Cambio“ können Dollars auch gewechselt werden. (Andere Währungen und Traveller Checks nur mit schlechten Wechselkursen)
Achtung: niemand akzeptiert hier Dollar-Noten, die alt, zerknittert oder gar gerissen sind!
Kreditkarten werden in vielen Geschäften in den großen Städten akzeptiert: Dort findet man auch viele Geldautomaten („cajero“ bzw. „cajero automatico“), die Bolivianos und oft auch wahlweise US-Dollar auszahlen (aber nur bis max. 200 US-Dollar).
Für alle, die in Deutschland leben, ist für gebührenlose Abhebungen in Bolivien das „DKB-Cash-Konto“ mit kostenloser VISA-Karte von der Deutschen Kreditbank sehr empfehlenswert.
(Tipp: Wer kurz im Netz sucht, kann oft auch noch zusätzlich eine Prämie abstauben.)
In den Städten gibt es zahlreiche Internetcafés, manche haben recht schnelle Verbindungen, andere recht langsame. Eine Stunde Computer-/Internet-Nutzung kostet i.d.R. 2 bis 4 Bs.
Oft sind die Computer auch mit Headsets und Skype ausgestattet, teilweise sogar mit Webcams. Wenn man „skypen“ möchte, sollte man aber nachfragen, ob die Headsets funktionieren und Skype installiert ist.
Das Telefonieren ist in Bolivien recht kompliziert, deshalb sollte man nicht zögern nachzufragen, ob und wenn ja welche Vorwahl man für dieses oder jenes wählen muss.
Die internationale Landes-Vorwahl von Bolivien ist +591.
Post
Es gibt in Bolivien keine Briefkästen. Postkarten, Briefe und Pakete müssen direkt zum Postamt, das sich i.d.R. im Zentrum befindet, gebracht wird.
Auf den Märkten, kann man i.d.R. gut und günstig einkaufen. Dafür muss man jedoch die Preise zumindest grob kennen.
Supermärkte gibt es nur in den großen Städten.
Geschäfte und Märkte (auch Firmenbüros) sind ungefähr geöffnet: 8.30 - 12:00 h und 14:30 - 19:00 h; samstags 8:00 - 16:00 h. Vor allem bei kleineren, unabhängigen Geschäften werden die Öffnungszeiten aber oft sehr flexibel gehandhabt.
Bolivien verfügt über zwei internationale Flughäfen: Santa Cruz de la Sierra (Viru Viru Internacional, int. Kürzel: VVI) und La Paz (El Alto, int. Kürzel: LPB). Diese werden täglich mehrfach bedient.
Die großen Städte und die Hauptstädte der neun departamentos sind mit täglichen Flügen von LAB, Aero Sur, SAVE und TAM untereinander verbunden.
Bei Abflug von bolivianischen Flughäfen werden für Inlandsflüge eine Flughafengebühr von z. Zt. 15 Bs, für Auslandsflüge in Höhe von 25 US-Dollar, erhoben.
Busreisen sind für die normale Bevölkerung die gängigste Variante für landesinterne Reisen. Sie sind deutlich günstiger als die Reise mit dem Flugzeug.
Bolivien hat ein ziemlich zuverläßiges und mit Schlafsitzen brauchbar bequemes Fern-Busnetz. Wegen der großen Entfernungen und immer noch teilweise unbefestigter Straßenabschnitte, muss man Reisezeiten von neun bis fünfzehn Stunden, meistens über Nacht, erwarten.
Bolivien hat zwei private Bahngesellschaften: Die „Oriente“ in Santa Cruz, um nach Brasilien und Argentinien zu reisen (zwischen drei und fünf Züge pro Woche in beiden Richtungen). Auf dem Altiplano von Oruro nach Uyuni und dann entweder hinüber nach Chile (durch die Wüste von Atacama) oder nach Argentinien (drei-vier Züge wöchentlich). Es gibt drei verschiedene Preisklassen und der Komfort sowie die Organisation hat sich im Verlauf der letzten Jahre nach der Privatisierung verbessert.
Fahrscheine können nur mit Reisepass-Nummer gebucht werden.
Ab 21 Jahren (nicht 18!) kann man in Bolivien Autos mieten. Benötigt werden eine Kreditkarte und ein international gültiger Führerschein, der wenigstens zwei Jahre alt sein muss. Für jede Art von Exkursion in Bolivien braucht man einen Wagen mit Allradantrieb und Vollkasko-Versicherung. Dies kostet zwischen 50 und 100 US-Dollar/Tag.
Das Klima unterschiedet sich durch die Höhenunterschiede stark in den unterschiedlichen Gebieten. Während es im Hochland nachts sehr kalt werden kann, ist das Tiefland subtropisch, im Norden tropisch.
Regenfälle und Gewitter gibt es nur in der Regenzeit von Weihnachten bis Ende März.
Bei einer typischen Bolivien-Reise / einem typischen Bolivien-Aufenthalt erlebt man: subtropisches Tiefland-Wetter, mildes, angenehmes Hochlandwetter, kalte Hochland-Nächte, eventuell ein paar Tage im Dschungel.
Dementsprechend nimmt man am besten von allem etwas mit: T-Shirts (benötigt man am meisten), Pullover, eine warme Jacke, kurze und lange Hosen, Sandalen / Flip-Flops und feste Schuhe. Als Europäer kleidet man sich in der Regel in den Städten wie in der Heimat. Tops werden nur von Frauen im Tiefland (Santa Cruz, Camiri, …) getragen.
Wenn es noch Platz im Rucksack / Koffer gibt, kann Kleidung zum Ausgehen auch nicht schaden.
Für kühlere Nächte in den Tälern und auf dem Altiplano sollte man warme Kleidung und ggf. einen wärmenden Schlafsack mitbringen.
Sehr wichtig sind auch Kopf- und Sonnenschutz, Sonnenbrille (vor allem für Exkursionen auf den Salar de Uyuni) sowie Regenkleidung für die sub-tropischen, sehr warmen (28 bis 40 Grad Celsius) Gebiete.
Ein guter Repellent aus der Apotheke ist vor allem ratsam, wenn man in den Dschungel reisen möchte.
Für den ersten Tag sollte man genügend Geld in Form von US-Dollar mitbringen.
Im Grunde kann man das ganze Jahr über Bolivien besuchen. Von Ende November bis März gibt es häufiger Regen und Gewitter. Das kann zu Straßenunterbrüchen und der Streichung von landesinternen Flügen führen, dafür zeigen sich Flora und Fauna aber auch viel grüner und bunter.
Wer nur wenig Zeit zur Verfügung hat, sollte also besser in der Trockenzeit reisen.